Potsdamer Immobiliengespräch - 01.03.2018

1. POTSDAMER IMMOBILIENGESPRÄCH
Donnerstag, 1. März 2018,
arcona HOTEL AM HAVELUFER
Zeppelinstraße 136, 14471 Potsdam

Premiere in Brandenburg: Das 1. POTSDAMER IMMOBILIENGESPRÄCH stand unter dem Titel „Die Balance Potsdams zwischen Wohnen und Gewerbe“. Den Auftakt machte Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt. Er hob die positiven Aspekte hervor – Einwohnerwachstum, hohe Ansiedlungsbereitschaft, qualitativ hochwertige Lebensumstände. Auch in Potsdam gilt: Wohnen ist wichtig. In Krampnitz entstehen erst einmal 3.500 Wohneinheiten, in Bornstedt etwa 2.000, am Tramdepot 2.500 und in Babelsberg Süd 1.500. Baurecht liege bereits für 9.000 Wohneinheiten vor. „Zu einem nachhaltigen Wachstum gehören aber neben dem Wohnungsbau auch Arbeitsplätze, Infrastruktur und Freiflächen“, so Bernd Rubelt. Ziel müsse eine Flächensicherung für Wohnen und Gewerbe sein. „Diese beiden Segmente dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot: Diese Aussage untermauerte Stefan Frerichs, Leiter der Wirtschaftsförderung, beim 1. POTSDAMER IMMOBILIENGESPRÄCH mit Zahlen und Diagrammen. „80 Prozent der interessierten Unternehmen können wir nichts anbieten.“ Obwohl es zukünftig viele Entwicklungen und Möglichkeiten gebe. Weniger als zehn Prozent der ansässigen Firmen gehören zum produzierenden Gewerbe, Potsdam habe die höchste Wissenschaftlerdichte. „Vor zwei bis drei Jahren wäre es nicht möglich gewesen, Projektentwickler zu überzeugen, Gewerbe zu machen“, so Stefan Frerichs. Das sei nun endlich anders.

Abseits von Logik und Zahlen: So begründete zumindest Heskel Nathaniel, CEO und Geschäftsführer von Trockland, sein Engagement für die RAW-Halle, die zu einem IT-Kreativ-Hub werden soll. „Ich hatte keine Strategie, das Projekt wurde mir von einem Partner vorgeschlagen. Die Entscheidung war aber gefallen, als ich durch das Tor fuhr.“ Gegenüber Christian Hunziker, Moderator des 1. POTSDAMER IMMOBILIENGESPRÄCHES, sagte Cornelia Sorge, Vorstand PROJECT Immobilien Gewerbe AG: „Wir haben in Potsdam schon vor zehn Jahren Wohnungen gebaut, hatten den Standort also schon sehr früh auf unserer Landkarte. Wir wollen weitere Potenziale entdecken, die natürlich nicht unabhängig von der Rendite sind.“

Hier ist es, wie überall anders auch: So könnte kurz zusammengefasst werden, was Wolfhard Kirsch, Geschäftsführer KIRSCH & DRECHSLER HAUSBAU GmbH, bewegt. Natürlich sei Potsdam eine schöne Stadt, sonst wäre er auch nicht seit Oktober 1990 da. Trotzdem gebe es ein chronisch unterbesetztes Bauamt. „Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die mitreden wollen, auch am Wirtschaftsleben teilnehmen und nicht nur davon gehört haben“, so der Unternehmer, der vor allem Wohnimmobilien entwickelt. Gewerbe sei für ihn aber auch wichtig, denn: „Wo sollen denn die Menschen arbeiten, die bei mir wohnen?“

Steffen Schramm, Geschäftsführer Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH, gehört zu jenen, die sehr eng an Unternehmern dran sind: „Wir sind immer mit die ersten an den Standorten, pflegen sehr gute Kontakte zu den Hochschulen und Universitäten. Unser großes Vorteil ist, dass wir kleinteilig und kurzfristig vermieten können.“

Gegen eine Monokultur sprach sich beim 1. POTSDAMER IMMOBILIENGESPRÄCH vor mehr als 100 Gästen Florian Maas, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, aus. Die Deutsche Wohnen entwickelt in Krampnitz eine der größten Flächen. „Wir haben ein hohes Interesse an Gemischtnutzung, beispielsweise schon eine klare Vorstellung der Nahversorgungssituation.“

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